
Bewegung, Spaß und Abenteuer im Wald
Warme Temperaturen, Sonnenschein und ein ganzer Tag voller Bewegungsdrang: Das sind die besten Voraussetzungen für einen Familienausflug in den Motorikpark Kössen. Der rund zwei Kilometer lange Rundweg verbindet Bewegung, Natur und spielerische Herausforderungen. Und das Beste daran? Auch nach mehreren Besuchen gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Früh starten und die Ruhe genießen
Meine beiden Töchter und ich besuchen den Motorikpark mehrmals im Jahr. Langweilig wird uns dabei nie. Dieses Mal packen wir gleich nach dem Frühstück unsere sieben Sachen und starten bei noch angenehm kühlen Temperaturen in den Tag.
Am Parkplatz, der mit der Kaiserwinkl Card kostenlos genutzt werden kann, sind wir fast die Ersten. Ein kurzer Blick auf den Parkplan genügt. Nachdem die wichtigsten Lieblingsstationen besprochen sind, gibt es für meine beiden Entdeckerinnen kein Halten mehr.

Die ersten Herausforderungen warten
Los geht es mit der Station „Different Walking“. Danach folgt der Waldslalom, bei dem sich meine Töchter sofort ein kleines Rennen liefern. Ein kurzer Stolperer über eine Wurzel gehört dabei offenbar dazu. Mit Pflaster und ein paar aufmunternden Worten ist der Zwischenfall schnell vergessen.
Weiter geht es mit Zielfischen, Balancierübungen und dem Skisimulator. Letzterer ist gleichzeitig das perfekte Training für die nächsten Abfahrten im Winter.
Bei jedem Besuch wird deutlich, wie sich die motorischen Fähigkeiten der Kinder verbessern. Sie bewegen sich sicherer, trauen sich mehr zu und meistern Aufgaben, die beim letzten Mal noch zu schwierig waren.

Eine neue Lieblingsstation
Im vergangenen Jahr war der Calisthenics Fächer noch das große Highlight. Wegen seiner Ähnlichkeit mit der Zentrale der Superhunde aus „Paw Patrol“ wurde er zur absoluten Lieblingsstation erklärt. Dieses Mal wird er beinahe links liegen gelassen. Denn inzwischen gibt es einen neuen Favoriten: den Kitesurfsimulator.
Nach einer kurzen Stärkung auf einer der zahlreichen Bänke drehen meine Töchter dort unzählige Runden. Das macht nicht nur Spaß, sondern trainiert ganz nebenbei Arme und Beine.
Viele Stationen können auch von Erwachsenen genutzt werden. So komme auch ich auf meine Bewegung. Gleichzeitig motiviert es die Kinder, wenn Mama oder Papa mitmachen und sich ebenfalls den Herausforderungen stellen.
Spinnennetze werden zu Laserstrahlen
Bei der Station „Spinnennetz“ gilt es, sich möglichst schnell durch die Seile zu bewegen, ohne sie zu berühren. Da meine Töchter keine besonders großen Spinnenfans sind, erklären wir die Schnüre kurzerhand zu Laserstrahlen. Ob das die Aufgabe wirklich weniger gefährlich macht, bleibt allerdings offen.
Auch die Wasserskiwand verlangt uns einiges ab. Während man an einem Seil hängt, müssen unterschiedliche Farben und Formen mit den Füßen berührt werden. Das klingt zunächst einfach, ist aber ganz schön anstrengend.

Eine kleine Pause mit Naturquiz
Zwischendurch legen wir eine Bewegungspause ein und veranstalten ein kleines Naturquiz. Welche Bäume wachsen hier? Wie heißen die Pflanzen am Wegesrand? Und welches Insekt krabbelt gerade über den Waldboden?
Mittlerweile ist einiges von meiner Begeisterung für die heimische Flora und Fauna auf meine Töchter übergeschwappt. So wird der Ausflug in den Motorikpark ganz nebenbei auch zu einer spannenden Entdeckungsreise durch die Natur.
Orientierungssinn und Ausdauer im Wald
Im Orientierungswald müssen die Zahlen auf den Bäumen von 1 bis 30 in der richtigen Reihenfolge gefunden werden. Mit fünf und sechs Jahren brauchen meine Töchter dabei noch ein wenig Unterstützung. Trotzdem laufen sie mehrere hundert Meter durch den Wald, ohne auch nur einen Gedanken an die Anstrengung zu verschwenden.
Dass ich dabei meistens der Langsamste von uns dreien bin, scheint sie zusätzlich zu motivieren.
„Jumping to Balls“, die 16. Übung, ist die einzige Station, die meine Kinder noch nicht richtig nutzen können. Dafür fehlen ihnen momentan noch ein paar Zentimeter Körpergröße. Aber beim nächsten Besuch sieht das vielleicht schon ganz anders aus.

Balancieren, klettern und durch den Urwald laufen
Noch warten einige Herausforderungen auf uns: das Wackellabyrinth, der heiße Draht und schließlich der Urwaldweg. Wir balancieren durch den Wald, laufen über Wurzeln und Steine und steigen durch ausgeschnittene Figuren.
Natürlich darf auch hier ein kleines Rennen nicht fehlen. Kurz verliere ich eine meiner Töchter aus den Augen. Wenig später entdecke ich sie bereits wieder mitten in der nächsten Balancierübung, kurz vor dem Ende des Rundwegs.
Ein Familienausflug voller Bewegung und Spaß
Nicht jede Station wird von uns genau so genutzt, wie es sich die Entwicklerinnen und Entwickler des Parks vermutlich vorgestellt haben. Doch gerade das macht den Besuch so unterhaltsam. Die Kinder lassen ihrer Fantasie freien Lauf, erfinden eigene Spiele und entdecken den Parcours bei jedem Ausflug neu.
Nach rund drei Stunden im Motorikpark Kössen machen wir uns zufrieden auf den Heimweg. Kinder und Erwachsene kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten. Bewegung, gemeinsame Zeit und Natur verbinden sich zu einem abwechslungsreichen Familienausflug, der garantiert nicht so schnell langweilig wird.

Peter lebt in Walchsee und arbeitet als Diätkoch im Krankenhaus. Er genießt seine Freizeit am liebsten draußen in der Natur. Im Winter Schi fahren, Langlaufen und ein wenig Snowboarden, im Sommer beim Laufen oder Rennrad fahren. Wenn es mal hoch hinaus gehen soll ist Peter mit dem Mountainbike oder Wanderschuhen in den Bergen unterwegs. Bewegung ist meist angesagt, mal alleine aber am liebsten mit Familie.





