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Kaiserwinkl

Leben und leben lassen

Ausflug auf den Unterberg/Hochkössen

Uli Kaiser

Uli Kaiser

An diesem Nachmittag sind wir ein bisschen spät dran. Die freundliche Dame an der Kassa der Bergbahnen Hochkössen im Kaiserwinkl findet das auch, als sie uns die Karten für die Fahrt aushändigt. Wir freuen uns aber auf die schönen Stunden auf dem Berg und während den Abstieg ins Tal.

Die Begleiterin und ich haben wunderbares Wetterglück. Es ist angenehm warm und nicht zu heiß, wenn auch ein bisschen diesig. Aber das stört uns nicht. Die Gondel fliegt sanft den Berg hinauf. Mit Freude blicken wir auf die grünen, aber schon leicht herbstlichen Berge.

Atemberaubend

Je höher wir steigen, desto wunderbarer und atemberaubender gestaltet sich der Blick über den Kaiserwinkl und das Kaisergebirge. Warum der wilde Kaiser so heißt, entdecken wir schnell. Wer dort kraxelt, muss schon geübt sein. Dieses Panorama macht Lust auf mehr. Schnell ist uns klar, diese Region wollen wir mehr und mehr entdecken. Für uns ist es leicht, weil die angenehme Naturregion vor unserer Haustür liegt, denn vom bayerischen Burghausen ist man in weniger als 1,5 Stunden im Kaiserwinkl. Auf dem Weg Richtung Gipfel sehen wir viele Wanderer, Radler und Gleitschirmflieger. Alles wirkt angenehm harmonisch und respektvoll. Hier gilt das bayerisch-österreichische Motto: Leben und leben lassen. Da fühl ich mich als Bayer in Tirol wie daheim.

Eine Entdeckungsreise

Oben angekommen, genießen wir zuerst das gesamte Panorama. Nicht nur einmal, sondern öfters atmen wir tief durch. Unsere Lungen füllen sich mit der noch warmen, aber irgendwie doch schon frischen Bergluft. Es sind zwar viele Menschen unterwegs. Dennoch ist es kurz unter dem Gipfel sehr ruhig und entspannend. Die Gleitschirmflieger packen ihre Fluggeräte aus. Auch, wenn die Thermik an diesem Tag nicht so überwältigend zu sein scheint, schweben die Damen und Herren der Lüfte immerhin rund 20 Minuten über dem Tal. Wir entschließen uns, den Abstieg zu beginnen. Die abwechslungsreichen Blickwinkel tun gut und erfrischen den Geist. Ein Bild, das mir im Kopf hängenbleibt, ist der mir zu Füßen liegende Walchsee. Erst wirkt er ein wenig verschwommen, später zeichnen sich klare Konturen ab. Am liebsten würde ich hineinspringen.

Pause auf der Alm

Alle Menschen, denen wir begegnen, strahlen über das ganze Gesicht. Manche schalten alleine ab. Manche genießen den Tag zu zweit. Dank des Hinweises einer jungen Dame nehmen wir die Abkürzung nach unten und verlassen die Forststraße. Es wird steiler. Wir sind auf der Skipiste angekommen. Diese grünt noch gemütlich vor sich hin. Wir können uns gut vorstellen, dass hier bald die Alpin-Skifreunde nach unten rauschen werden. Plötzlich pfeift es. Wir schauen nach oben. Nicht allzu hoch über uns vollbringt ein Gleitschirmflieger wilde Manöver. Wilde Drehungen mit einem flotten Absacken in die Tiefe. Wir staunen und sagen uns: Jeder, so wie er mag. Aber spektakulär ist es schon. Wohl ein besonderer Kick.“ Auf halbem Weg sticht uns die Scheibenwaldalm ins Auge. Wir machen Pause. Die Sonne schenkt uns viel Wärme. Wir genießen die Ruhe und Kochkunst der Gastgeber. Wieder sind die Gleitschirmflieger zum Greifen nahe und letztendlich doch wieder ganz weg. Nach der Rast geht´s weiter nach unten. Immer wieder hören wir das Rauschen von Quellen. Erfrischendes Wasser sprudelt aus dem Berg. Weiter unten, kurz vor dem Ziel, lassen wir den Blick auf die sanft plätschernde Tiroler Ache auf uns wirken. Schön war’s und wird es immer wieder im Kaiserwinkl sein.

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