Raus in die Natur, rein ins Leben
Vom Walchsee über den Kalvarienberg Richtung Ottenalm
Der Winter hält Einzug im Kaiserwinkl, kalte Temperaturen und Sonnenschein seit vielen Tagen.
Heute ist mir aber nicht nach Schi fahren oder Langlaufen zumute, mich zieht es Richtung Berg um die Ruhe und Entschleunigung zu genießen. Ich starte bei Sonnenaufgang, zu dieser Jahreszeit um ca. halb neun, direkt an der Walchseer Promenade zu meiner Wanderung Richtung Ottenalm. Um diese Zeit ist noch kaum jemand unterwegs und der Parkplatz am See komplett leer, mit Kaiserwinkl Card kostenlos zu nutzen. Ich biege gegenüber dem Hotel Bellevue auf den idyllischen Wanderweg entlang des Kalvarienbergs ein. Nun werde ich die Sonne eine ganze Weile nicht mehr sehen, genauso wie andere Menschen. Die Einzigen vernehmbaren Geräusche sind die Kirchenglocken zur sonntäglichen Messe und das Knirschen des eiskalten, pulvertrockenen Schnees. Bald mündet mein schmaler Wanderweg in den Fahrweg Richtung Ottenalm. Üblicherweise würden mir nun Rodler unterkommen, die Schneelage ist aber noch ein wenig zu knapp, laut Wetterbericht steht Frau Holle aber schon wieder in den Startlöchern. An der Rieder Alm vorbei gehe ich weiter zur Ottenalm.
Aufstieg mit Aussicht
Über die Ottenalm hinauf zum Harausattel und zur wohlverdienten Pause

Wunderbare Bedingungen für eine Winterwanderung, meine Wanderstöcke unterstützen mich tatkräftig.
Ab der Alm wird der Weg ein wenig anspruchsvoller, Richtung Harausattel fordern viele Stufen meine Oberschenkel, bringen Körper auf Betriebstemperatur und meinen Kreislauf in Schwung.
Bis jetzt waren Sonnenstrahlen Mangelware und der Schatten mein Begleite. Bei überschreiten des Sattels werde ich allerdings sofort mit wärmendem Sonnenschein und herrlichem Ausblick belohnt, wahrhaft ein perfekter Platz für eine Pause inklusive Jause.
Abstieg ins Josefstal
Begegnungen, Kapellen und winterliche Waldpfade

Gestärkt begebe ich mich talabwärts, vorbei an der Haraualm und hier treffe ich die ersten Menschen seit meinem Start, eine einheimische vierköpfige Familie mit motivierten Kids und Schlitten. Auf dieser Seite des Bergs ist mehr Schnee und ermöglicht die Abfahrt, wahrscheinlich bis ins Tal. Mein weiterer Weg führt mich ins Josefstal. Ein schmaler Pfad mitten durch den Wald gesäumt von vielen Stufen die mich talwärts begleiten. Nach einem kurzen Stopp bei den zwei Kapellen, direkt unter einer der Kapellen entspringt eine Quelle der Heilkraft nachgesagt wird, gehe ich vorbei am Seehof auf herrlichem Winterwanderweg, sehe den Pferden beim genießen der Sonne zu und ziehe weiter Richtung Walchsee.
Magischer Abschluss am gefrorenen See
Winterzauber am Walchsee und entspanntes Ankommen
Dort angekommen werde ich von der Eisfläche angezogen, nicht nur ich spaziere auf dem gefrorenen und zugeschneiten See herum.
Vergangenes Jahr war der See mit spiegelglattem, durchsichtigem Eis bedeckt und perfekt zum Eislaufen, aber auch heuer wirkt die Wanderung darüber beinahe magisch.
Kinder haben schneefreie Flächen geschaffen um herumzuschlittern, Pärchen wandern, viele staunen. Und auf der Terrasse des Cafe See la Vie genießen einige die wärmenden Sonnenstrahlen und die Winterlandschaft. Auch ich bin nun am Ende meiner Schnee-, Berg-, See und ein wenig Wallfahrtswanderung angekommen die ich sehr genossen habe. Es muss nicht immer Schi fahren, Rodeln oder Langlaufen sein, auch relaxt soll Winter in den Bergen manchmal erlebt werden, da machen Minusgrade richtig Spaß.

Peter lebt in Walchsee und arbeitet als Diätkoch im Krankenhaus. Er genießt seine Freizeit am liebsten draußen in der Natur. Im Winter Schi fahren, Langlaufen und ein wenig Snowboarden, im Sommer beim Laufen oder Rennrad fahren. Wenn es mal hoch hinaus gehen soll ist Peter mit dem Mountainbike oder Wanderschuhen in den Bergen unterwegs. Bewegung ist meist angesagt, mal alleine aber am liebsten mit Familie.













