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Kaiserwinkl

Weißes Gold aus purer Natur

Uli Kaiser

Uli Kaiser

Heumilchbauern wie Peter Landmann stecken ihre ganze Leidenschaft in das Erzeugnis, dass sie an die Molkerei weitergeben. „Die Milch schmeckt einfach vollmundiger“, lacht der Landwirt, als ich die ersten Schlucke nehme. Sofort schmeckte ich den höheren Fettgehalt. Dieses ursprünglich hergestellte Produkt hat um die fünf Prozent Fett und lässt mich eine durchaus kräftige Würzigkeit spüren. Heumilch stellt für mich das weiße Gold aus purer Natur dar.
Erst seit 2016 die reinste From der Milchherstellung auch mit dem Gütesiegel „Heumilch“ offiziell geschützt. Obwohl wir alle spüren, dass die Art der Landwirtschaft absolut richtig ist, hat diese Variante nur rund 3% Marktanteil an der gesamten Milcherzeugung in der EU.

Wiese auf Alm, Kaiserwinkl
Wiese auf Alm, Kaiserwinkl

Den Tieren geht es gut

Mittlerweile sind wir auf der Alm angekommen. Landmanns Alm liegt auf Kössener Gemeindegebiet und auf 1020 Meter Höhe. Im Sommer genießen seine Kühe frische Luft und frische Gräser. „Die Kühe selbst stehen am Tag im Stall. Die Kälber sind immer draußen. Sie brauchen das“, erzählt der Bauer. Als wir oben ankommen, erkennen die Jungtiere ihren Chef und machen sich sofort auf den Weg zu ihm. Normalerweise gibt´s immer was für die gemütlichen Zeitgenossen. Diesmal aber nicht. Peter krault ein paar Vierbeiner. Die anderen marschieren wieder an ihre Plätze. Wenn es nichts zu fressen gibt, dann ist es augenscheinlich weniger spannend. Das Schöne an dieser Alm ist, dass hier kaum Menschen hinkommen, weil sie nicht bewirtschaftet ist. Peter ist jeden Tag dort. „Morgens warten die Tiere schon am Stalleingang. Dann werden sie gemolken. Während des Tages bleiben sie unter Dach, weil es ihnen draußen schnell zu heiß wird. Für Kühe ist das nicht gut. Den Kälbern macht das nichts aus“, erzählt der Herr über 30 Milchkühe.

  • Blumenwiese, Kaiserwinkl
    Blumenwiese, Kaiserwinkl
  • Peter Landmann, Kaiserwinkl
    Peter Landmann, Kaiserwinkl
  • Kühe auf der Weide, Kaiserwinkl
    Kühe auf der Weide, Kaiserwinkl

Gesundheit dank reiner Natur

Peter und seine Frau melken ihre Tiere zweimal pro Tag. Die Kühe sind keine Turbomilchproduzentinnen und geben zirka 20 bis 25 Liter am Tag. Wenn die erwachsenen Tiere ein Kälbchen im Bauch haben, nimmt die Milchmenge ab. Dank eines guten Milchpreises kann Peter mit seiner Familie gut davon leben. Er genießt seine Arbeit. Die meisten Wiesen auf der Alm werden von den Vierbeinern höchstpersönlich gemäht. Nur eine kleine Wiese mäht er noch selbst: „Das ist dann das Heu, das als Notfall dient, falls das Wetter ganz schlecht werden sollte“, erklärt Peter Landmann, der gleichzeitig auch Ortsbauernobmann von Kössen ist. Die Tiere fressen nur pure Natur. Deshalb sind sie auch kerngesund und brauchen keinen Arzt.

  • Frische Milch, Kaiserwinkl
    Frische Milch, Kaiserwinkl
  • Kuh auf der Weide, Kaiserwinkl
    Kuh auf der Weide, Kaiserwinkl

Duftendes Heu als Delikatesse

Wieder auf dem Bauernhof von Peter angekommen, genieße ich die Natur. So weit das Auge reicht, sehe ich satte grüne Wiesen. Sie sind herrlich bunt. „Hier wachsen sehr gesunde und geschmackvolle Gräser und Kräuter. Sie alle geben dem Heu eine herrliche Würze“, sagt der Landwirt. Das ist die wahre Ursprünglichkeit der Milchproduktion. Peter mäht seine Wiesen dreimal pro Jahr. Zuerst trocknet das Gras an der frischen Luft. Nachdem es eingebracht wurde, wird es nochmals extra getrocknet. Ich genieße den Duft auf dem Heuboden. Selbst im getrockneten Zustand behält es eine sanft-grüne Farbe. Die Kräuter und Gräser schmecken aufgrund der Trocknung intensiver. Zudem behalten sie durch die sanfte Behandlung den größten Teil ihrer Wirkkraft. Das stärkt die Gesundheit der Kühe und Kälber, aber auch der Menschen, die die Milch trinken und den daraus gewonnen Käse verzehren.

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