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Kaiserwinkl

Was heißt eigentlich Kurzurlaub?

Teil 1 der Triologie

Roland Aigner

Roland Aigner

Nach vielen hektischen Wochen haben wir endlich einmal Zeit für ein paar Tage Entspannung zu zweit. Nichts tun kommt aber nicht in Frage – also? Spontan fällt mir der Slogan des Kaiserwinkls in Tirol wieder ein: Aufregend, wenn du es willst. Na dann, auf in den Kaiserwinkl.

Freitag Nachmittag nach Büroschluß geht es los. Von Salzburg liegt der Kaiserwinkl nur angenehme 45 Minuten entfernt – ein kurzes Stück über die deutsche A8 und dann beim Chiemsee geht noch ein kurzes Stück über Landstraßen in den Kaiserwinkl. Es regnet, nein, es schüttet in Strömen und ich bin froh, dass wir im Seehof – einem der wirklich zahlreichen Top-Hotels im Kaiserwinkl – reserviert haben, denn die haben einen riesigen Wellness-Bereich. Vielleicht wird es ja doch nur ein ruhiges Wellness-Wochenende.

Wir werden mit einem „Ach, die letzte Ankunft für heute – herzlich willkommen bei uns im Kaiserwinkl“ begrüßt und ich habe das Gefühl, dass die Sonne schon ein wenig durchblinzelt. Wir genießen den Abend im Restaurant und lassen ihn kurz an der Bar ausklingen.

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Samstag morgen, der Regen hat aufgehört und die frühe Sommersonne schiebt die letzten Wolken langsam beiseite. Vom Balkon unseres Zimmers haben wir einen herrlichen Blick auf den Walchsee, die letzten Nebelschleier steigen hoch und der Blick aufs Kaisergebirge lässt mein Outdoor-Herz höher schlagen. Am Programm steht heute ein kleiner Morgenlauf, danach wollen wir uns mit regionalen Schmankerl versorgen und anschließend zum Taubensee wandern. Tatsächlich – aufregend, aber nur, wenn ich das will.

Morgenlauf rund um den Walchsee

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Jetzt geht es einmal zum Morning-Run rund um den Walchsee. Die Luft ist schon warm, aber noch frisch vom Regen, die Vögel zwitschern, der Kaiserwinkl erwacht und die Realität lässt jeden Tourismusprospekt ziemlich blass aussehen. Die Runde um den Walchsee ist perfekt beschildert – als Teil der „Walchsee Challenge“. Es geht auf Wegen und kleinen Straßen vorbei an perfekt gepflegten Bauernhöfen, der Seekiosk öffnet gerade und wir werden mit dem typischen „Servus“ begrüßt. Der See liegt still vor uns, das Motorboot zieht mit den ersten Wasserskifahrern seine Runden – da stört die Enten und Schwäne nicht, die genußvoll am Ufer entlang dahingleiten. Wir sehen schon ein paar Schwimmer, die ihre Runden ziehen und auch zwei Standup-Paddler ziehen im Gleichklang dahin – sehr sportlich die Gegend, denken wir uns. Vorbei am Hang-Campingplatz biegen wir schon wieder Richtung Walchsee und damit zurück zum Seehof ein. Es läuft sich herrlich leicht und vor allem vollkommen ungestört. Wir laufen durch den Ort Walchsee, die ersten Läden öffen und der Tag beginnt nun richtig. Die letzte Strecke zurück zum Seehof geht es wieder über Wege und Pfade – den See immer in Sichtweite.

Käseparadies in der Biokäserei Walchsee

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Kurz unter die Dusche, dann noch rein ins Pool und nach einer kurzen Erholungsphase unter der Morgensonne gehen wir frühstücken. Mir kommt der Kurzurlaub bereits jetzt lange – und vor allem sehr erholsam vor. Nach dem Frühstück geht’s in die Biokäserei Walchsee – der Heumilchkäse ist unser erklärtes kulinarisches Einkaufsziel. Der Duft und der Anblick ist – für einen Käsefan wohl das, was für ein Kind der Besuch in der Schokoladenfabrik von Willy Wonka ist: regalweise herrlicher, frischer Biokäse – man sieht und schmeckt die Ehrlichkeit in den Produkten. Ok, wir kommen mit dem leckeren Heumilchkäse, einem großen Stück frischer Butter und einem Topf Naturjoghurt zum Verlieben aus der Käserei. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn wir davor nicht ordentlich gefrühstückt hätten. So, jetzt aber raus und rauf in die Berge – jetzt ist Bewegung angesagt: Taubensee – wir kommen.

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