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Kaiserwinkl

Tiroler Kaspressknödelsuppe

Ein Stückchen Kaiserwinkl in Salzburg

Caroline Fellinger

Caroline Fellinger

Dieses Frühjahr ist ein bisschen wie verhext: Eigentlich habe ich mir fest vorgenommen ein Wochenende im Kaiserwinkl zu verbringen, aber irgendwie schaffe ich es einfach nicht: Entweder das Wetter passt nicht oder wir haben eine Familienfeier (davon haben wir dieses Jahr seeehr viele). Also, habe ich mir dieses Wochenende gedacht, warum nicht ein bisschen Kaiserwinkl-Feeling nach Salzburg holen? Eine Freundin aus Tirol hat mir ihr Rezept für „Echte Tiroler Kaspressknödel“ gegeben und den Tipp: „Einen Bergbauernkäse aus dem Kaiserwinkl kriegst auch beim Hofer!“

Also, ran ans Werk. Für eine richtige Kaspressknödelsuppe braucht es zuerst eine

Kräftige Rindsuppe

  • 500 g Siedefleisch vom Rind
  • 1 Rinderknochen
  • 1 Lauch
  • 1 Pastinake
  • 2 Peterwurzen
  • 5 Karotten
  • 1 Zwiebel
  • ¼ Sellerieknolle
  • Liebstöckl &
  • Petersilie
  • Salz & Pfeffer
  • 1 Schuss Cognac

Eine Rindsuppe ist im Grunde schnell gemacht und trotzdem braucht es viel Zeit: Zu Beginn wird das ganze Gemüse geschält und grob geschnitten. Dann kommt es mit 2-3 Liter kaltem Wasser in den Suppentopf und wird erhitzt bis es köchelt – nicht kocht! Hier ist das Geheimnis einfach: Je länger, die Suppe köchelt, desto besser wird sie. Ich habe sie schon zu Mittag für das Abendessen zugestellt. Sie war also locker 4 Stunden am Herd. Dazwischen gibt man immer wieder ein Glas kaltes Wasser hinzu, damit man zum Schluss auch wirklich genug Suppe hat. Danach wird das Gemüse und Fleisch langsam abgeseiht, damit die Suppe auch klar ist. Danach kommt – für einen besonders guten Geschmack – noch ein Schuss Cognac hinzu.

Während die Suppe noch fröhlich vor sich hin köchelt, kümmere ich mich um den Star der Mahlzeit:

Tiroler Kaspressknödel

  • ¼ warmer Milch
  • 75 g Butter, flüssig
  • 375 g Bergkäse
  • 6 Eier
  • 375 g Knödelbrot (Semmelwürfel)
  • ca. 50 g Mehl
  • 1 Zwiebel, glasig geschwitzt
  • mind. 1 Bund Schnittlauch & 1 Bund Petersilie
  • Salz & Pfeffer
  • 2 EL Ghee

Für diese Menge Knödel braucht man einen großen Topf zum Vermischen der Zutaten. Ich verwende dafür immer den Sektkühler, der mittlerweile schon mehr Knödel als Sekt gesehen hat. Hier kommt das Knödelbrot hinein. Danach wird die Milch erwärmt und über das Knödelbrot geleert, so kann es schon ein bisschen einweichen. Jetzt die Butter erhitzen und die flüssige Butter ebenfalls über das Knödelbrot geben. Ich lasse immer ein bisschen Butter im Topf zurück, in der ich dann gleich noch die Zwiebel glasig schwitze. Eier verrühren und ebenfalls zum Knödelbrot mischen, genau wie alle anderen Zutaten: Den klein geschnittenen Käse und die gehackten Kräuter (mit Blüten), Salz und Pfeffer. Zum Schluss noch Mehl nach Bedarf hinzufügen, damit die Knödel fest genug werden. Jetzt heißt es kräftig durchmischen – ich mache das immer mit den Händen, das ist wesentlich schneller als mit dem Kochlöffel.

Danach die Hände nass machen und die Masse in gleich große, feste Knödeln formen. Dazwischen immer wieder die Hände befeuchten – so bleibt weniger Masse auf den Händen kleben und die Knödel werden fester. In der Pfanne Ghee (oder Butterschmalz) erhitzen, die Knödel vor dem Braten noch plattdrücken (nicht in der Pfanne, dort bleiben sie sonst zu sehr picken). Auf beiden Seiten braten und kurz bei 150° C ins Rohr, bis alle Knödel fertig gebraten sind. Zum Schluss pro Portion 1-2 Knödel in den Suppenteller, Suppe und frisch gehackte Kräuter dazu und genießen. Mahlzeit!

Sollten Knödeln übrig bleiben, ist das auch kein Problem: Am nächsten Tag kalt mit Salat schmecken sie genauso herrlich. So haben wir es auch gemacht und gleich zwei Tage Tirol in Salzburg genossen. Mein Sohnemann war übrigens sehr begeistert: „Mama, die kannst jetzt bitte öfter machen!“

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