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Rutschen oder Bahnen ziehen?

Besuch im Erlebnisschwimmbad Kössen

Christiane Flechtner

Christiane Flechtner
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Es geht „rechts, links, rechts links und dann noch einmal rechts" – links und rechts von mir ist alles Orange, vor mir meine Füße und etwas sprudelndes Wasser. Was ich vorher in 16 Stufen hinaufgelaufen bin, geht nun in Kurven rutschend bergab. Ich bin zum ersten Mal im Erlebnis-Waldschwimmbad Kössen – und bei meinem Besuch darf natürlich auch die große Wasserrutsche in meinem Badespaß-Programm nicht fehlen.

Ich fahre mit dem Rad vom Dorf aus auf der Klobensteiner Straße – der B 176 – in Richtung Schleching und biege dann in den kleinen Schwimmbadweg ab. Es ist wirklich nur ein Katzensprung vom Dorf ins kühle Nass.

Waldschwimmad als 2. Zuhause

Dort erwartet mich Anton Leitner, von allen Toni genannt, der hier als Bademeister tätig ist. „Das Waldschwimmbad ist quasi mein zweites Zuhause“, erklärt der 24-Jährige. „Schon mein Vater hat hier gearbeitet – bis vor einem Jahr. So bin ich auch als Kind selbst jeden Tag hier gewesen.“ Nun ist das Waldschwimmbad zu Tonis Arbeitsplatz geworden.

25 Jahre ist das Bad, das am Rande des Waldes liegt und seinen Namen zu Recht verdient hat, jetzt alt. Ein altes Poster hängt im Aufsichtshäuschen an der Schrankwand. „So hat das Bad früher einmal ausgesehen. Das ist Jahrzehnte her“, sagt Toni. Da gab es noch zwei große rechteckige Becken.

Heute gibt es im beheizten Erlebnis-Waldschwimmbad Schwimm- und Erlebnisbecken mit Rutschen, einen Wasserpilz, Sprudelbecken und Rundnischen, einen Spielbach und verschiedene Spielgeräte für Kinder. „Insgesamt haben wir etwa 700 Quadratmeter Wasserfläche“, weiß Toni. Diese beaufsichtigt er meist von der Holzbrücke aus. „Ich mag meine Arbeit sehr, denn mir macht es Spaß zu erleben, wenn die Kinder Spaß haben“, sagt der Kössener. „Hier ist eben immer Urlaubsstimmung und gute Laune.“

Zum Bad gehören natürlich auch große Umkleide- und Sanitärbereiche. Ein weiteres Highlight: Der Beach-Volleyball-Platz mit feinem Sand im hinteren Bereich des Waldschwimmbades, auf dem es sich prima pritschen und baggern lässt.

Chillen, Pritschen und Planschen

Ich mache es mir auf einer der Liegewiesen gemütlich, bevor ich im großen Schwimmerbecken meine Bahnen ziehe. Das Publikum ist sehr gemischt. Ein paar Senioren scheinen sich regelmäßig hier zu treffen, um gemeinsam schwimmen zu gehen und dabei die neuesten Informationen auszutauschen. „Es kommen auch viele Einheimische mit ihren Kindern hierher, aber natürlich auch zahlreiche Gäste“, erklärt Toni. Ich verabschiede mich nach drei Stunden, freue mich aber bei den heißen Temperaturen schon auf den nächsten Sprung ins kühle Nass.

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