Frühlingsgefühle auf zwei Rädern
Der erste Ausflug nach der Winterpause
Die Tage werden länger, strahlend blauer Himmel und die Vögel zwitschern schon seit Stunden von den Bäumen. Da hält mich nichts mehr im Haus und ich muss unbedingt mit meinem Rennrad die erste Frühlingsrunde drehen. Das hat den Winter im Keller verbracht, will aber jetzt bestimmt auch wieder mal an die frische Luft. Ganz übertreiben brauche ich es mit meinen Oberschenkeln im Wintermodus noch nicht, aber ich radle gemütlich vom Jagerhof los Richtung Walchsee. Die Temperaturen sind noch eher bescheiden, doch mit jeder Kurbelumdrehung kommt mein Körper mehr in Schwung und ich genieße den Fahrtwind.
Durch stille Landschaften ins Kaiserbachtal

Weiter geht meine Reise Richtung Bichlach, beim Riedlwirt verlasse ich die Hauptstraße und gondle über Seitenstraßen bis nach Schwendt. Dort biege ich bei den Fischteichen auf die beinahe leere Straße Richtung Gasthof Griesenau. Hier zweige ich nach rechts ab ins Naturschutzgebiet Kaiserbachtal. Nach kurzer Fahrt erreiche ich die Kassa der Mautstraße – mit dem Rennrad bin ich nicht nur klimaneutral, sondern auch kostenlos unterwegs, schön.
Naturerlebnis für Groß und Klein

Für Bergschuhenthusiasten ist die andere Seite des Bachs besonders interessant. Der Schnackler Erlebnisweg führt das Tal hinauf und bietet lustige sowie fordernde Stationen für Kinder und jung gebliebene Wanderer.
Der Anstieg zur Griesner Alm

Ich nehme die 300 Höhenmeter bis zur Griesner Alm auf Asphalt in Angriff. Im Herbst ein Kinderspiel, im Frühling spürt man die Schwerkraft deutlich mehr. Vorbei an der Fischbachalm und entlang des Bachbetts, umgeben von blühendem Heidekraut, schlängelt sich die Straße ruhig den Berg hinauf. Kaum jemand ist unterwegs, vielleicht auch wegen des Ruhetags der Alm. Oben angekommen – 1024 Meter – gönne ich mir eine kurze Rast, genieße die Aussicht und düse anschließend wieder talwärts über die perfekt gepflegte Straße.
Genussrunde rund um den Unterberg
Mein weiterer Plan ist die Umrundung des Unterbergs. Über das Gasteiger Jagdschlössl geht es zum versteckten Gasteiger Stausee, ein echter Geheimtipp. Nach einer kurzen Pause folgt eine knackige Abfahrt Richtung Kössen, vorbei an Jungrindern und weiter über ruhige Straßen und sanfte Hügel zurück Richtung Bichlach. Über blühende Birnbäume erreiche ich wieder den Walchsee, der heute besonders ruhig wirkt. Schließlich endet meine Runde in Durchholzen: 65 Kilometer und 1000 Höhenmeter Genussradeln ohne Leistungsdruck – Balsam für Körper und Seele.

Peter lebt in Walchsee und arbeitet als Diätkoch im Krankenhaus. Er genießt seine Freizeit am liebsten draußen in der Natur. Im Winter Schi fahren, Langlaufen und ein wenig Snowboarden, im Sommer beim Laufen oder Rennrad fahren. Wenn es mal hoch hinaus gehen soll ist Peter mit dem Mountainbike oder Wanderschuhen in den Bergen unterwegs. Bewegung ist meist angesagt, mal alleine aber am liebsten mit Familie.

















