Eine kurze Tour, die sich lohnt
Rauf zur Naringalm
Manchmal braucht es gar nicht viel. Ein paar freie Stunden, das Bike aus der Garage und aus dem Winterschlaf holen, und schon geht es los. Die Tour zur Naringalm: überschaubar, gut zum Einradeln nach dem Winter, aber mit echtem Ausblick am Ende.

Wir starten mit unseren Bikes im Ortszentrum von Kössen. Von dort führt der Weg den Mühlbachweg entlang, durch die Unterführung und dann über die Staffenbrücke – eine der größten hölzernen Straßenbrücken Europas, was die wenigsten wissen, die da drüberradeln. Auf der anderen Seite der Ache geht es rechts ab zum Ortsteil Staffen. Beim Wanderparkplatz beginnt die eigentliche Tour.
Vom Parkplatz Karalm weg zieht der Forstweg sofort an. Rund drei Kilometer geht es durch dichten Bergwald bergauf. Gerade im Sommer ist das ein echter Vorteil: Der Wald spendet ordentlich Schatten und man schwitzt wenigstens nicht in der prallen Sonne. Die Beine spüren die Steigung trotzdem – gerade nach dem Winter merkt man, dass sie die Pause nicht vergessen haben.

Nach und nach lichtet sich der Wald immer mehr. Nach einem Weidegatter öffnet sich das Gelände und plötzlich liegt der Kaiserwinkl vor einem wie aus dem Nichts: Kaisergebirge im Hintergrund, Staffner, Riedlberg und die Harauer Spitze in der Nähe, und dazwischen das Dach von Kössen. Den Moment lassen wir uns nie entgehen und steigen kurz vom Rad und genießen den Ausblick.

Nach einer kurzen Pause fahren wir das letzte Stück hoch zu unserem eigentlichen Ziel. Ein letztes Mal noch kurz anstrengend für ca. 10 Minuten und dann ist die Naringalm erreicht. Auf 1135 Metern, mit kleiner Südterrasse und freiem Blick auf den Zahmen und Wilden Kaiser. Bei gutem Wetter reicht die Sicht weit über das Kitzbüheler Horn bis zu den schneebedeckten Flanken des Großvenediger.
Die Naringalm hatte an dem Tag leider zu – aber das war kein Grund zur Enttäuschung. Die Almsaison beginnt eben erst, wenn das Vieh auf der Weide ist, und so weit war es noch nicht. Im Sommer fahren wir hier sicher noch öfter rauf, und dann kehren wir dort auch auf eine ordentliche Brotzeit ein. Vor allem das Almbrot schmeckt super. Ich freue mich schon jetzt darauf, denn was dort auf den Tisch kommt, ist einfach gut und ehrlich – so wie es auf einer Alm sein soll.
Nach einer kurzen Trinkpause ging es für uns dann auch schon wieder den gleichen Weg zurück ins Tal. Für die erste Radtour des Jahres reicht diese auch völlig aus.
Weitere Infos zur Tour
Start: Wanderparkplatz Karalm im Ortsteil Staffen in Kössen
Länge: ca. 8,5 km
Höhenmeter: ca. 500 hm
Fahrzeit: ca. 1 Stunde
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Beste Zeit: April bis Oktober

Stefanie Hamberger, 30 arbeitet beim Tourismusverband Kaiserwinkl und ist mittendrin im Geschehen. Ursprünglich aus Bayern zugezogen, bringt sie mit viel Engagement und feinem Gespür für die Region frische Ideen ein und kennt den Kaiserwinkl aus nächster Nähe. Ob aktuelle Themen, besondere Plätze oder echte Geheimtipps – hier erwarten euch die „Insider Stories“ aus dem Kaiserwinkl!








