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Kaiserwinkl

Leben auf der Alm

Weil’s einfach so schön ist ...

Anja Hanke

Anja Hanke

Auf Du und Du mit der Kaiserwinkler Gipfelwelt: Das erlebt man in den Sommermonaten auf einer Alm. Doch das Leben in der alpinen Natur ist nicht nur romantisch. Es ist auch arbeitsreich.

„Und wo kommt die Erdbeermilch raus?“, fragt ein kleines Mädchen Martha Fahringer, die sich sichtlich das Schmunzeln verkneifen muss, als sie vor einer Kuh steht. Fragen wie diese bekommt die Almbäuerin, die in den Sommermonaten gemeinsam mit ihrem Mann Anton auf der Burgeralm oberhalb von Rettenschöss lebt, des Öfteren gestellt. „Das sind die lustigen Momente am Almleben“, sagt sie. Zu diesen gesellen sich die schönen und auch die arbeitsamen. Denn da oben „ist es nicht wie bei Heidi“, gibt sie zu. Hinter der alpinen Idylle steckt auch jede Menge Arbeit.

(c) bernhard bergmann-6638

Ein Sommer auf 1.330 Metern Höhe

Von Ende Mai bis Oktober dreht sich bei den Fahringers alles um ihre Burger Alm. Und die wiederum dreht sich um die Tiere. Denn die zwei passionierten Almbauern sind in ihrem abgeschiedenen Reich nicht alleine: Mit im Gepäck haben sie 40 Kühe, gleich viel Jungvieh, die Katzen und ihre Hasen. Unten im Tal auf ihrem Bauernhof stehen zudem noch ein paar Schweine im Stall, die im Sommer vom Rest der Familie betreut werden.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Doch vor allem die Kühe sind es, um die sich der Alm-Alltag dreht. Denn ihre Milch verarbeiten die beiden ausgebildeten Kaser zu g’schmackigen Köstlichkeiten wie Frisch- und Bergkäse. Aber auch zur erfrischenden Buttermilch, die Wanderer und Alpinsportler gern bei ihrer Alm-Rast genießen. Dafür müssen die Fahringers allerdings jeden morgen bereits um 5 Uhr aufstehen. „Allerspätestens um halb sechs.“ Der Weg vom Bett führt dann direkt zu den Kühen. Während Anton Fahringer melkt, beginnt Martha bereits die Milch vom Vorabend zu verarbeiten. Danach geht es in die gemütliche Küche. Denn der Tag auf einer bewirtschafteten Alm erfordert viel Vorbereitung: Neben dem Selbstgemachten aus der würzigen Heumilch, kocht und bäckt die umtriebige Bäuerin allerlei. Schließlich serviert sie auch deftige Jausen mit Selbstgeräuchertem von den Schweinen aus dem Tal, kleine Gerichte wie Kaspressknödelsuppe, aber auch ein guter Kaiserschmarrn und verschiedenste Obstkuchen stehen auf der kleinen, feinen Karte.

Den ganzen Tag geht’s rund

„Und wenn alles fertig gerichtet ist, kommen meist die ersten Wanderer und dann läuft der Tag so vor sich hin“, erzählt Martha über ihr Leben in den Sommermonaten. Ruhe kehrt dann meist erst abends wieder ein. Wenn die Gäste zurück im Tal sind, die Kühe gemolken und die eigene Brotzeit und der stille Blick in die Natur das Tagesende einläuten. „Es ist wirklich bärig, wie rund es bei uns geht“, freut sich Martha Fahringer. Auch wenn die Tage lang und reich an Arbeit sind: „Tauschen möchte ich nicht!“, kommt es prompt. Denn das besondere Eintauchen in die Natur da oben auf der Alm gibt ihnen so viel zurück, dass die Fahringers es jedes Jahr kaum erwarten können, bis es wieder hoch hinaus geht. In ihr alpines Lebensglück.

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