Leichte Frühlingswanderung
im Kaiserbachtal
Letztes Wochenende haben wir uns entschieden, eine leichte Wanderung mit unserem Labrador Carlos zu unternehmen. Mit seinen fast 11 Jahren gehört unser Senior-Labrador zwar noch lange nicht zum alten Eisen, aber die längeren und schwierigeren Touren lassen wir mittlerweile lieber bleiben. Und da ist das Kaiserbachtal genau das Richtige. Es braucht beim Wandern ja nicht immer ein Gipfelerlebnis. Manchmal reicht ein rauschender Bach, ein Waldweg und ein Hund, der einfach glücklich ist.

Gestartet sind wir mit dem Auto in Kössen. Von dort aus sind es ca. 10 Minuten bis wir an der Mautstelle Griesenau und Ausgangspunkt für die Wanderung angekommen sind. Das Wetter war nicht ganz auf unserer Seite, aber dennoch ideal für einen Spaziergang ohne Regen. Das Ganze hatte auch etwas mystisches, wenn die Wolken die Gipfel des Kaisergebirges bedeckten und nur vereinzelt die Spitzen zu sehen waren.

Warm eingepackt ging es für uns dann auch schon los. Der Einstieg zur Wanderung war direkt am Parkplatz. Der Weg verläuft ohne wirkliche Steigungen entlang des Kaiserbachs durch das Tal – breit, gut markiert und für Carlos ein einziges Paradies und natürlich in seinem Alter genau das Richtige. An manchen Stellen war noch der ein oder andere Schnee zu finden und hier durfte natürlich eine kleine „Welz-Pause“ im letzten Weiß nicht fehlen.
Entlang der Strecke gibt es außerdem verschiedene Stationen, die Wissenswertes über die Pflanzen- und Tierwelt vermitteln. Wir haben an jeder kurz angehalten. Carlos eher weniger – ihn hat der Bach viel mehr interessiert. Da das Kaisergebirge allerdings ein Naturschutzgebiet ist, haben wir ihn dort nicht ins Wasser gehen lassen. Es war auch nicht sonderlich warm und eine Abkühlung muss zu dieser Jahreszeit auch nicht unbedingt sein. Eine Trinkpause haben wir trotzdem zwischendurch gemacht. Die Wanderung ist auch im Sommer eine perfekte Tour, da es entlang des Wassers immer kühler ist und somit ein entspanntes Erlebnis für Mensch und Tier.

Nach rund einer Stunde weitet sich das Tal. Dann ist sie erreicht: die Fischbachalm auf 856 Metern. Die aus Bachsteinen und Holz erbaute Alm liegt direkt am Fuße des Kaisergebirges – mit dem Blick auf die Felswände des Wilden Kaisers auf der einen und die sanften Hänge des Feldbergs auf der anderen Seite. Aufgrund des Wetters konnten wir heute leider nur wenig von den Gipfeln sehen. Beim nächsten Mal haben wir bestimmt wieder mehr Glück. Kurz vor der Fischbachalm steht auch eine kleine Gedenkkapelle für die Bergtoten des Kaisergebirges. Ein stiller Moment inmitten all der Schönheit – der einen kurz innehalten lässt.
Nun gab es auch für uns eine kleine Pause und wir haben uns in die gemütliche und warme Stube der Fischbachalm gesetzt und etwas getrunken. Carlos hat den Moment für ein kleines Nickerchen genutzt. Nach der kurzen Rast ging es für uns dann auch schon wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Insgesamt rund 6 Kilometer und 150 Höhenmeter – in etwa 2,5 Stunden. Genau richtig für einen entspannten Nachmittag.
Für alle, die eine Runde suchen, bei der Mensch und Hund gleichermaßen auf ihre Kosten kommen: Das Kaiserbachtal ist eine sichere Bank. Immer.
Tipp für die Wanderung mit Kindern
Wer mit Kindern unterwegs ist, findet direkt beim Einstieg der Fischbachalm ein weiteres Highlight: den Schnacklerweg. Der Themenweg ist im Sommer ein echtes Erlebnis für Familien. An verschiedenen Stationen wird die Geschichte der „Schnackler“ - einer Sagenfigur aus dem Kaisergebirge - erzählt.
Am besten startet man die Wanderung beim Parkplatz der Fischbachalm, den man über die mautpflichtige Straße erreicht. Nach einer kleinen Brücke über den Kaisertalbach folgt man dem gut ausgebauten Forstweg in Richtung Griesner Alm. Entlang des Weges lädt auch die Latschenbrennerei zu einem kurzen Zwischenstopp ein, bei dem man mehr über die traditionelle Gewinnung von Latschenkieferöl erfahren kann. Der Rückweg erfolgt über dieselbe Strecke.

Stefanie Hamberger, 30 arbeitet beim Tourismusverband Kaiserwinkl und ist mittendrin im Geschehen. Ursprünglich aus Bayern zugezogen, bringt sie mit viel Engagement und feinem Gespür für die Region frische Ideen ein und kennt den Kaiserwinkl aus nächster Nähe. Ob aktuelle Themen, besondere Plätze oder echte Geheimtipps – hier erwarten euch die „Insider Stories“ aus dem Kaiserwinkl!








