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Kaiserwinkl

Hoch hinaus

Beeindruckendes Gipfeltreffen im Kaisergebirge

Anja Hanke

Anja Hanke

Die Alpen erstrecken sich von Frankreich bis nach Slowenien. Im Kaiserwinkl scheinen sie dabei ein malerisches Kleinod zu bilden dessen Gipfel zu erklimmen ein ganz besonderes Erlebnis ist.

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Konfuzius sagte: „Der Weg ist das Ziel!“ Johann Wolfgang von Goethe gab im Recht und erwiderte: „Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler.“ Der Schriftsteller Josef Hofmiller fügte dem hinzu: „Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele.“ Luis Trenker hingegen brachte es kurz und bündig auf den Punkt. „Der Berg ruft!“, sagte er – und dem kann man eigentlich nichts hinzufügen. Denn der Weg hoch hinaus in die alpine Gipfelwelt mag zwar manches Mal eine Herausforderung sein. Wer ihn jedoch geht, wird nicht nur mit Ausgeglichenheit und Ruhe beschenkt. Sondern erlebt auch Weitsicht, Talsicht und wunderschöne Ausblicke.

So geht’s hinauf

Und so ist es auch kein Wunder, dass uns der Aufstieg vom Parkplatz der Griesner Alm im Kaiserbachtal – der mit anderthalb Stunden hinauf zum Stripsenjochhaus ausgewiesen ist – immer wieder zur Pause verführt. Denn es gibt unzählige Momente, in denen man ergriffen nach unten, geradeaus oder nach oben schauen muss: Denn der steinige, teils steile Serpentinenweg lädt zu grandiosen Aussichten in den wunderschönen Talkessel des Kaiserwinkls ein, hinab in die immer kleiner werdende „Realität“, die mit einem Mal so unwichtig erscheint. Ganz besonders, wenn der Blick nach oben führt und man die Jahrhundertealten Gipfelriesen erblickt, die das Ziel der Wanderung sind: das Stripsenjoch. Es bildet den Übergang vom Wilden Kaiser mit seinen blanken Kalkfels zum Zahmen Kaiser, der überwiegend mit Berg- und Latschenkiefern bewachsen ist.

Pause muss sein

Doch zuerst gilt es Rast zu machen. Für die letzten Meter hoch ganz hinauf noch einmal Kraft zu tanken. Das Stripsenjochhaus auf 1580 Metern Seehöhe ist dafür die perfekte Anlaufstelle. Denn hier kann man bei feinstem Panoramablick urgemütlich und typisch tirolerisch genießen. Die Kaspressknödl sind eine Empfehlung wert. Der hausgemachte Kaiserschmarrn allerdings ebenfalls. Erholt und satt geht es dann weitere 40 Minuten zum Gipfel des Stripsenjochs auf 1809 Metern. Die Aussicht dabei wird mit jedem Schritt nach oben noch beeindruckender. Allerdings ist der Weg noch steiler. Ausgewiesen als schwarzer Wanderweg sollte man hierfür schon etwas Wandererfahrung mitbringen. Der Anstieg dankt es einem mit einer Weitsicht die das Alpenpanoroma der berühmten Gipfel Zugspitze, der Stubaier Berge und des Großglockner sogar bis zum bayerischen Chiemsee einschließt.

Viele Wege führen nach unten

Leise hört man nun die Worte des Bergsteigers Hans Kammerlander, der einst sagte: „Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist. Vorher gehörst du dem Gipfel.“ Und so machen wir uns auf den direkten Abstieg. Wer jedoch noch Zeit, Ausdauer und vor allem Erfahrung hat, sollte den Abstieg über den Feldberg zurück zur Griesner Alm machen. Auch hier gibt es zwei Optionen: Sehr steil und herrlich alpin – oder über die Forststraße. Beide Wege führen jedoch zurück an den Ausgangspunkt, wo ein kühles, erfrischendes Tiroler Bier auf uns wartet.

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