Gedanken zum Jahresbeginn
Raus in die Natur, rein ins Leben
Wenn ich an das vergangene Jahr denke, kommt mir vor allem eines in den Sinn: Es war viel. Für viele von uns. Auch für mich. Es war viel los, es gab zahlreiche Herausforderungen – und alles wurde noch ein bisschen schneller. Manchmal hatte ich das Gefühl, kaum hinterherzukommen.
Umso wertvoller war für mich die Zeit zwischen den Jahren. Diese stille, fast magische Phase, in der nichts “muss” und man endlich einmal durchatmen kann. Ich hoffe, ihr konntet diese Tage auch nutzen: um Kraft zu tanken, zur Ruhe zu kommen und euch zu fragen, wie ihr 2026 gestalten möchtet.
Ich war in der glücklichen Lage, genau das zu tun und bin zu der Erkenntnis gekommen: Es geht nicht darum, sich gleich zu Jahresbeginn mit großen Vorsätzen zu überfordern. Es geht darum, sich zu verankern und bewusst zu schauen, wo die eigenen Prioritäten liegen. Für mich sind das in diesem Jahr drei Dinge: Routinen, Rituale und Rausgehen.
Routinen
Struktur mit Wirkung

Ich möchte mehr Routinen in meinen Alltag einbauen – nicht um mich einzuschränken, sondern um den Tag bewusst zu gestalten und meine Ziele im Blick zu behalten.
Mein Arbeitstag beginnt künftig mit einem kurzen “Start of the Day”: 15 Minuten, um den Tag zu strukturieren und Prioritäten zu setzen. Auch die Mittagspause soll ein fixer Bestandteil meines Tages sein. Abends folgt ein kurzes “End of the Day”: Was habe ich geschafft? Was nehme ich mit?
Auch im Privaten wünsche ich mir mehr Achtsamkeit. Das Handy und den Fernseher öfter ausgeschaltet lassen. Stattdessen: eine Tasse Tee, ein gutes Buch, ein gemütlicher Abend. Diese kleinen Gewohnheiten helfen mir, besser bei mir selbst anzukommen – mehr in meiner Mitte zu bleiben.
Rituale
Kleine Auszeiten, große Wirkung

Während der Rauhnächte habe ich fast jeden Tag geräuchert. Das hat mir bewusst gemacht, wie viel Kraft in Ritualen steckt. Sie sind wie kleine Inseln im Alltag – oft unscheinbar, aber unglaublich wirkungsvoll. Dabei braucht es oft nicht viel: eine kleine Meditation, ein Tagebuch, eine Dankbarkeitsliste, ein kleiner Spaziergang. Oder nach der Arbeit ein kurzes Ritual, um zuhause anzukommen.
Entscheidend ist nicht die Dauer, sondern die Regelmäßigkeit. Man soll sich dabei wohlfühlen und nicht als Pflicht empfinden. Es soll ein Akt der Selbstfürsorge für Körper, Geist und Seele sein. Ich bin gespannt, welche Rituale mich dauerhaft durchs neue Jahr begleiten werden.
Rausgehen
In der Natur bei mir sein
In der Natur fühle ich mich am wohlsten. Leider kommt das im Alltag oft viel zu kurz. Deshalb möchte ich mich 2026 immer wieder daran erinnern, rauszugehen: In den Wald. In die Berge. Ans Wasser. Egal, ob bei Sonnenschein oder Regen. Egal, ob kurz oder lang.
Es muss nicht immer eine große Gipfeltour sein. Auch ein Spaziergang durchs Moor, eine Runde um den See oder einfach eine kleine Auszeit im Wald kann unglaublich viel bewirken. Die Natur hat eine besondere Kraft. Sie bringt uns runter, ordnet die Gedanken – und erinnert uns daran, dass wir Teil von etwas Größerem sind. Wenn ich auf einem Gipfel stehe oder einfach nur tief die frische Luft einatme, merke ich: Ich bin da. Ich bin Teil davon. Und das ist genug.
Bevor wir uns mit unrealistischen Zielen überfordern, warum nicht mit einfachen beginnen? Mehr rausgehen. Mehr erleben. Mehr Mensch sein. Denn draußen – im echten Leben, in der Natur, in der Begegnung mit anderen – entstehen Geschichten, die wirklich zählen. Momente, an die wir uns erinnern.
Ich wünsche euch ein Jahr voller Begegnungen, schöner Erlebnisse und vielen Pausen in der Natur. Ganz im Sinne vom Kaiserwinkl: Aufregend, wenn du willst. Ich freue mich, euch auch 2026 wieder auf das eine oder andere Erlebnis im Kaiserwinkl mitzunehmen.

Caroline Fellinger, 41. Ist sie beruflich als Geschäftsführerin einer Kreativagentur viel in der virtuellen Welt unterwegs, genießt sie in ihrer Freizeit lieber die Natur – gleich, ob Berge, Flüsse, Seen und Wälder – Hauptsache, draußen. Beim Wandern, schwimmen, Kajak und Kanufahren im Sommer, Snowboarden und Skifahren im Winter ist sie immer auf der Suche nach Neuem.


