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Kaiserwinkl

Faszination Klobenstein

Maria Klobenstein

Uli Kaiser

Uli Kaiser

Schon lange wollte ich die Wallfahrtskirche Maria Klobenstein und die schöne Schlucht, die einst vom Wasser der Tiroler Ache in die Landschaft gezaubert wurde, besichtigen. Doch meist fand ich keinen geeigneten Parkplatz, wenn ich von Schleching kommend durch das steinerne Tor in Richtung Kössen fuhr. An diesem Tag sollte es anders sein. Morgens um 8.30 Uhr kam ich an. Es war herrlich. Ich genoss die Ruhe und machte mich auf den Weg Richtung Kirche. Umgeben vom wunderbaren Wald mit seinem angenehmen Klima komme ich nach wenigen Minuten an der Kirche an. Dieses Werk ist sehr beeindruckend. Ich frage mich, wie die Menschen damals so genial bauen konnten.Ich lasse mich von den sehr interessanten Eindrücken inspirieren.

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Tiroler Ache

„Mystischer Zugang“

Am Gotteshaus angekommen, staunte ich nicht schlecht. Der Zugang scheint fast in den Felsen integriert. Spiralförmig gehe ich nach innen. Der dunkle Gang verschlingt mich. Es ist ein interessantes Gefühl – fast ein wenig mystisch. Es wird zunächst immer dunkler, doch dann fällt wieder Licht ins Gewölbe. Etwas weiter hinten ist etwas Kapellenartiges zu erkennen. Überall spüre ich die direkte Verbindung der Erbauer zur Gottesmutter. Ich gehe zunächst ein wenig in mich und lasse das Ambiente auf mich wirken. Schließlich mache ich wieder auf und entdecke noch eine zweite Kapelle. In dieser sehe ich eine schwarze Madonna. Eine Ähnliche wie sie in Altötting nahe meiner Heimatstadt Burghausen steht. Nachdem Tirol bis vor knapp 700 Jahren zu Bayern gehörte, kann es gut sein, dass diese schwarze Madonna eine Art direkte Verbindung zum Wallfahrtsort Altötting darstellt, der heute als bayerisches Nationalheiligtum gilt.

  • Wallfahrtskirche Maria Klobenstein
  • Weg zur Wallfahrtskirche Maria Klobenstein
  • Maria Klobenstein, Kaiserwinkl
  • Schwarze Madonna, Maria Klobenstein
  • Gänge in Maria Klobenstein

Faszinierende Natur

Wieder zurück an der frischen Luft, wandere ich weiter. Nun steuere ich auf die Schlucht zu. Der Weg ist für jeden, der sich gut auf Schusters Rappen bewegt, leicht zu meistern. Es braucht nur ein Paar etwas trittfestere Schuhe. Für mich gibt es nichts viel Angenehmeres, als durch einen Wald zu spazieren und nebenbei das beruhigende Rauschen des Wassers zu hören. Auch diesmal strahlt diese Kombination viel Ruhe auf mich aus. Nach zehn Minuten gelange ich an das Ufer der Tiroler Ache. An diesem Tag rauscht sie sanft dahin. Die vom Wasser in die Landschaft gezauberten Felsen ragen steil nach oben. Ich schaue mir die Hängebrücke, die über den Fluss gespannt ist, an. Ich erklimme die luftigen Höhen und spüre das leichte Schwanken dieser. Es ist zwar ein ungewohntes, aber wenig bedrohliches Gefühl. Ich genieße diesen herrlichen Ausblick, ehe ich mich auf den Rückweg machte. Jeder sollte sich die Zeit nehmen und dieses interessante und beeindruckende Fleckchen für sich selbst entdecken.

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Hängebrücke am Schmugglerweg

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