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Kaiserwinkl

Bester Geschmack

... mit alpinen Wurzeln

Anja Hanke

Anja Hanke

Die gute Küche ist für viele Urlauber der Grund, dem Kaiserwinkl einen Besuch abzustatten. Weil hier so manch alpiner Gruß köstliche Erinnerungen schafft.

Gezackte Bergkämme, die hoch hinaus wollen. Alpines Postkartenidyll in jedem einzelnen Moment. Und dazu der Walchsee, der klar, rein und verlockend Türkis schimmernd das Herzstück der malerischen Region Tirols bildet. Wer nicht gerade an seinen Ufern wandelt, dessen Blick wandert unweigerlich hinauf zu den kaiserlichen Gipfelwelten, denen der Kaiserwinkl seinen majestätischen Namen verdankt: Urig versteckt zwischen Salzburg, Bayern und Tirol ragen hier die Alpen weit über 2.000 Meter empor und buhlen Gipfel für Gipfel um die Ehre das schönste Massiv zu sein. Doch Kenner wissen: Sie alle zusammen machen die wahre Schönheit des Landstrichs aus, der nicht nur optisch die Ursprünglichkeit Tirols widerspiegelt. Denn neben dem beeindruckenden, allseits präsenten Augenschmaus, bietet die Region auch allerlei Typisches für den Gaumen.

Das Echte der Milch

Dabei sind die Genussmomente auch meist der Bergwelt zu verdanken. Denn die Basis für das würzige Markenzeichen des Kaiserwinkls, der vielfach prämierte Heumilchkäse, entsteht in den warmen Sommermonaten auf den Almen. Dort, wo die Wiesen reich gespickt mit aromatisierenden Wildkräutern und Almblumen sind. Fernab der Hektik des Alltags grasen die Kühe und geben so eine geschmackvolle, gesunde Milch ab. Und auch im Winter, wenn die Kühe unten im Tal stehen, verzichten die Bauern auf gärendes Futter, also Silage. Aus dieser Milch – das ganze Jahr über – machen die geschulten Bauern und Kaser der Region kraftvolle Käse, die mit ihrem ausgewogenen Aroma auf den Käsewettbewerben so manche Medaille gewinnen. Sechs Sennereien sind es heute, die in dem kleinen Alpenwinkl Tirols ausschließlich die Heumilch der lokalen Landwirte verarbeiten und damit Käse ohne jegliche Zusätze herstellen, die den reinen Geschmack der Region einfangen und vielen delikaten Gerichten als köstlicher Botschafter dienen.

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Ja nichts verschwenden

Wenn man auf traditionellen Pfaden wandelt, dann gilt es auch, jedes Zwischenprodukt, das in der Verarbeitung anfällt, zu achten – nichts zu verschwenden. So wird die angefallene Molke, die beim Käsen „übrig bleibt“ auch verwendet. Sie wird an die Schweine gefüttert, die als Specklieferanten dienen. Dieser wird teils sogar noch in Familien, nach alt überlieferten Rezepten gebeizt und über Buchenholz schonend geräuchert. Er ist – ebenso wie der Käse – eine der Köstlichkeiten, die auf keinem Jausenbrettl auf den vielen Hütten und Almen, die in den Bergwelten des alpinen Talkessels liegen, fehlen. Hier oben wird geschlemmt und die kulinarische Echtheit der Region gelebt und zelebriert. Denn zwischen Kas und Schinken-Speck findet man hier gut gemachte, alpine Gerichte wie die Pressknödel, Kasnocken und auch einen hausgemachten Kaiserschmarrn. Guten Appetit!

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