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#wow_kaiserwinkl

Bergkäse und bäuerliches Handwerk in Kössen entdecken

Das Kasfest gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den festen Einrichtungen des Kaiserwinkls. Im Kössener Ortskern wurde auch an diesem Wochenende wieder dem weißen Gold gehuldigt: Dem Bergkäse. Umrahmt von Blasmusik konnten die Gäste wieder allerlei rund um den schmackhaften Verkaufsschlager entdecken.

Überall roch es nach Käse. Vor allem die Kasspatzn gingen weg wie warme Semmeln. Warme Semmeln waren sinngemäß auch gefragt, weil der Wettergott nicht ganz das richtige Rezept für den optimalen Rahmen fand. Zu Beginn regnete es, das Thermometer kletterte nicht ganz auf zehn Grad. Später lugte der goldene Planet hervor und schon wurde es deutlich wärmer und vor allem trockener.

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Huldigung des weißen Goldes

Die Gäste konnten der echten bäuerlichen Handarbeit quasi direkt in den Topf schauen. Vorbei am Erzherzog Rainer, dem ältesten Gastronomiebetrieb Kössens, stoßen wir bei unserem Rundgang direkt auf einen großen Topf, der von einem wunderbar knisternden Holzfeuer auf Temperatur gebracht wurde. Die jungen „Kaserer“ kamen und schütteten die frische weiße Heumilch in den Bottich. In diesem wurde das flüssige Naturprodukt sanft erhitzt, bis es stockte. Das Herstellen eines Käses benötigt Zeit und Geduld. Je länger die Laibe später reifen, desto würziger werden sie. Das Wasser geht verloren, der Käse wird härter und schmeckt intensiver. Schnell wird einem klar, dass es Sinn macht, den Käse letztendlich in der erweiterten Region auszuliefern. Am besten sind eben doch die lokalen und regionalen Strukturen, weil sie Ressourcen aller Art schonen.

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1. Stopp

Überall, wo man hinschaute, sah man in die strahlenden Gesichter der Gäste. Die Menschen konnten unterschiedliche Köstlichkeiten probieren und mitnehmen. Den puren Käse zu probieren, war wie immer ein Hochgenuss. Andernorts konnten wir eine kraftvolle Käsesuppe probieren, die in einem knusprigen Brot Tiegel gereicht wurde. Sämtliche Speisen erfreuten das Herz und luden zum Verweilen und Testen ein. Alleine schon der Duft von Brot, das mit geschmolzenem Käse belegt war, geriet einer Geruchs Explosion. Er zieht in die Nase und schon hat man Freude beim ersten knusprigen Bissen. Hier wird noch natürliches Handwerk ohne künstliche Zusätze geboten. Oftmals präsentieren die Bauern ihren eigenen Bergkäse und viele köstliche Varianten.

Gastfreundschaft, Kasspatzn und Naturgenuss im Kaiserwinkl

Sowohl am Anfang, als auch am Ende des Kasfestes boten die Gastgeber herrliche Kasspatzn an. Die Augen finden Spaß, wenn diese in riesigen Pfannen verschmelzen und schließlich ein herrliches Miteinander für die hungrigen Mägen ergeben. Aber die Kaspressknödel dürfen nicht fehlen. Sie schmecken am besten, wenn der geneigte Nachahmer drei verschiedene Käse verwendet. Diese Kombination liegt in der Tat leicht im Magen wie auch die süßen Gustostückerl, die zur Abrundung gerne mit einem heimischen Schnapserl eleganter verdaulich gemacht werden. Auf alle Fälle zeigte das Kasfest auch heuer wieder die große Gastfreundlichkeit des Kaiserwinkl. Hier kann die Seele entspannen und der Mensch entschleunigen. Es gibt aber nicht nur das Kasfest, sondern viel Natur zu entdecken. Besonders dann, wenn das Wetter wieder schöne Sonnenstrahlen für derartige Feste bereithält, wobei das Wasser der Natur schon sehr gut tat. Denn rundherum wurde unser Herz vom satten Grün der Wiesen erfreut. Der Basis für den Kas, dem bei diesem Fest ein besonderes Augenmerk gilt.

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Uli Kaiser

Uli Kaiser

Uli Kaiser, 51, freier Journalist für Sport, Wirtschaft und Kultur, hat in seinem Leben zahlreiche Leistungssportler hautnah begleitet. Er genießt das Leben in der Natur und saugt jede kleine Nuance auf. Schwimmen, Radfahren, Wandern und Nordic Walking gehören zu seinen sportlichen Betätigungsfeldern. Ansonsten macht er sein Hobby zum Beruf. Er genießt Regionen zu entdecken und zu beschreiben, wie Menschen leben und welche Gedanken sie haben.

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