Ein Tag mit Baby im Kössener Waldschwimmbad
An heißen Tagen eine Abkühlung zu finden ist mit einem drei Monate altem Baby gar nicht so einfach. Fündig werden wir immer im Kössener Erlebnis-Waldschwimmbad. Bei angesagten über 30 Grad im Schatten haben wir direkt am frühen Morgen unsere Sachen zusammengepackt und sind mit dem Kinderwagen zum Schwimmbad spaziert.
Von der Dorfmitte aus geht das ganz entspannt zu Fuß durch ein kleines Wäldchen entlang des Mosertalbachs. Mit ihren drei Monaten ist Baby Ninja noch nicht ganz so interessiert an den Schwimmbecken, aber die kühle Brise, die ab Mittag durch das Schwimmbad weht, und ein schattiges Plätzchen unter den Bäumen bescheren auch ihr einen erfrischenden Sommertag. Aufgrund von Ninjas Alter haben wir uns dieses Jahr noch gegen eine Saisonkarte entschieden und stattdessen eine 10er-Karte gekauft, die auch noch in der kommenden Badesaison gültig ist.
Die meisten Familien mit kleinen Kindern schlagen ihr Lager auf der Wiese direkt links hinter dem Eingang auf – von dort aus ist man am schnellsten beim Babybecken, das seit heuer auch mit einem Sonnensegel ausgestattet ist. So können die Kleinen im Wasser spielen, ohne der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt zu sein. Auch wir breiten unsere Decke immer wieder an dieser Stelle im Halbschatten aus. Baby Ninja übt zwar schon fleißig das Schwimmen, meistens ist es ihr aber noch etwas zu kalt im Babybecken. Lieber planscht sie ein bisschen mit den Füßchen im angrenzenden künstlichen Bachlauf, wo sich das Wasser in der Sonne schneller aufheizt. Noch uninteressant ist für sie nicht nur der kleine Spielplatz, sondern auch das Wasserspielzeug, dass kostenfrei an der Kassa ausgeliehen werden kann.
Nach dem Baden braucht Baby Ninja erstmal eine Pause auf der Decke. Wir Erwachsenen nehmen für uns immer eine Unterlage mit Rückenlehne mit, man kann sich vor Ort aber auch eine Liege und Sonnenschirme ausleihen. Ein weiterer Vorteil an dem Platz unter den Bäumen ist die Nähe zum Kiosk. Denn auch wenn Ninja noch keine feste Nahrung bekommt, freuen wir uns über Freibad-Pommes und einen Kaffee am Mittag. Ein weiterer Vorteil: Früher oder später kommt jeder Schwimmbadgast am Kiosk vorbei und so trifft man Freunde und Bekannte, die ebenfalls auf der Suche nach Abkühlung mit ihren Kindern sind.
Nach dem Mittagsschlaf starten wir unseren zweiten Schwimmversuch, dieses Mal im größeren Spaßbecken. Auch wenn hier die älteren Kinder toben und rutschen, finden wir am Rand eine ruhige Stelle, an dem ich Ninja im Arm haltend an das Wasser gewöhnen kann, ohne dass sie versehentlich nassgespritzt wird. Durch den Einstieg über die Treppe und eine im Becken eingelassene Bank kann ich auch gut mit ihr allein ins Wasser gehen, ohne dass sie mir jemand abnehmen muss, damit ich halbwegs elegant wieder auf festen Boden komme. Auch in diesem Becken ist das Wasser ist für das kleine Baby noch etwas frisch, sodass wir nach wenigen Minuten wieder auf dem Weg zurück zu unserer Decke sind. Aber für mich war die kurze Zeit im Wasser bei den sommerlichen Temperaturen eine willkommene Abwechslung und auch Ninja tut die Abkühlung sichtlich gut. Auf der Liegefläche neben dem Spaßbecken finden sich Familien mit älteren Kindern und im hinteren Teil des Schwimmbads beim Beachvolleyball-Platz tummeln sich die Jugendlichen. Es ist fast wie eine natürliche Ordnung.
Nachdem wir uns nochmal auf unserer Decke in der Sonne aufgewärmt haben, geht unser Tag im Freibad auch schon wieder zu Ende. Nach einigen schönen Stunden auf der Wiese und im Wasser ist nicht nur Baby Ninja erschöpft. Für uns steht aber in jedem Fall fest: Im kommenden Jahr kaufen wir uns die Saisonkarte für das Kössener Waldschwimmbad!

Lisa Berke, 35, lebt seit fünf Jahren in Kössen und ist seit 2026 Mama von Baby Ninja. Zugezogen aus dem schönen Köln, erkundet sie jetzt mit Kinderwagen die Region nochmal auf eine ganz neue Art und Weise. Als ausgebildete Journalistin teilt sie im Kaiserwinkl Magazin ihre Erfahrungen und gibt Tipps für babyfreundliche Aktivitäten.









