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Kaiserwinkl

Action hoch 3

Hochseilgarten, Sommerrodel & Lichterzauber

Caroline Fellinger

Caroline Fellinger

Heute ist Action angesagt, denn ich bin mit meinem 15-jährigen Sohn unterwegs. Mit Wanderungen oder Badetagen kann ich ihn momentan nicht locken und daher habe ich mir ein abwechslungsreiches Programm überlegt.

Hoch am Seil

Wir haben ganz spontan eine Tour im Hochseilgarten beim Adventure Club Kössen gebucht, wobei wir ziemliches Glück hatten: Zu zweit kann man den Hochseilgarten nämlich nicht besuchen. Gut, dass auch noch ein anderes Pärchen angefragt hat und sofort bereit ist, mit uns zu gehen.

Markus, unser Guide, begrüsst uns herzlich, gibt uns unsere Ausrüstung und macht uns mit den wichtigsten Sicherheitsvorschriften bekannt. Er erklärt uns, wie die Tour abläuft: Zuerst werden wir alle hintereinander immer höher hinaufklettern und die Hindernisse überwinden werden. Danach dürfen wir alle noch ausprobieren und machen was wir wollen.

Für mich ist es das erste Mal und ich bin froh, dass der Hochseilgarten, wie Markus es ausdrückt, klein, aber fein ist. Um mich nicht zu blamieren, mache ich das Schlusslicht. Aber ich habe mir umsonst Sorgen gemacht, so blöd stelle ich mich gar nicht an. Mutig überquere ich Balken, Slacklines, Hängebrücken, Drahtseile, wo man nur ein paar herabhängende Seile zur Sicherheit hat. Und dann geht es schon zum ersten Flying Fox: Der ist nur ganz kurz und nicht sehr hoch. Auch perfekt fürs erste Mal, denn ich bin doch erstaunt, wie sehr es mich in den Gurt drückt. Aber jetzt habe ich Gusta bekommen und kann es kaum erwarten, dass wir uns über die Tiroler Ache schwingen. Der Weg zurück über den Fluss geht über eine Hängebrücke, wo man als Team arbeiten muss: Einer geht, der andere drückt die Seile mit den Armen auseinander. Meine Sohnemann und ich machen uns gut, nur einmal lassen meine Armmuskeln nach und wir geraten ganz schön ins Schwanken. Gut, dass ich mein Großer schon so stark ist und uns “rettet”. Nur fürs Protokoll: Unsicher oder in Gefahr waren wir nie. Auch die Höhe, vor der ich anfangs doch Respekt hatte, hat mir gar nichts gemacht: Dadurch, dass ich mich so auf meine nächsten Schritte konzentriert habe, habe ich gar nicht bemerkt, wie hoch oben ich eigentlich war. Und wenn ich dann doch mal runter geschaut habe, war ich einfach nur stolz auf mich.

Im Sommer rodeln

Der zweite Programmpunkt auf unserer Liste ist die Sommerrodelbahn am Zahmen Kaiser in Durchholzen. Im Hochseilgarten haben wir Markus von unseren Plänen erzählt. Er hat gemeint, dass es die schon in sich hat, weil man da auch von der Rodel kippen kann. Das hat unsere Neugierde noch einmal gesteigert. Und tatsächlich: Es ist keine Sommerrodelbahn, so wir sie kennen, auf Schienen, sondern eine im Kanal, wo die Rodel einfach hineingegeben wird. Na, dann mal los!

Natürlich fährt jeder für sich, mein Sohnemann würde nicht mit mir fahren, könnte ja sein, dass ich viel zu langsam bin - auch wenn ich eigentlich eine rasante Autofahrerin bin. Aber macht nichts, ich fahre gerne allein. Die ersten paar Meter kapiere ich das mit der Beschleunigung nicht so ganz, wobei es eigentlich nicht so schwer ist: Knüppel nach vorne drücken heißt Gas, Knüppel nach hinten ziehen ist bremsen. Ich denke, dass ich nichts falsch gemacht habe, sondern dass die Steigung einfach noch nicht steil genug war für meine Ansprüche.

Denn plötzlich geht es los: Die Rodel wird immer schneller, eine Kurve jagt die nächste und anstatt zu bremsen, gebe ich lieber Vollgas: Mein Übermut wird bestraft und ich falle von meiner Rodel. Mit meinem Knie bremse ich und versuche mich im Weiterfahren wieder auf die Rodel zu schwingen. Leichter als gedacht, gelingt mir das auch. Was für ein Erlebnis! Unten angekommen, erwartet mich mein Großer ganz begeistert: “Mich hat’s echt von der Rodel gehauen", verkündet er stolz. Wir sind voller Adrenalin und beschließen noch einmal zu fahren, diesmal ganz ohne Zwischenfälle.

Mit Lichtern zaubern

Das Highlight des Tages ist der Lichterzauber in Walchsee. Wir sind schon etwas früher auf der Seepromenade, genießen die Live-Band und die Stimmung am See. Gemütlich nippen wir an unseren Getränken, plaudern und warten gespannt. Als die Band aufhört zu spielen und die Lasershow beginnt, bleibt uns die Luft weg: Die Laser tanzen rhythmisch zur Musik. Mit der Nebelmaschine bekommen die Lichter Wolken, was die beeindruckende Effekte zusätzlich verstärkt. Der nächste Song fängt an und die Laser beginnen sich ganz anders zur Musik zu bewegen. Dieser Wechsel von Musik und Licht ist jedes Mal wieder atemberaubend. Blau, rot, lila, grün, verschiedene Muster und Wellen erstrahlen am Nachthimmel. Genau zu beschreiben wie dieses Schauspiel sich abspielt, ist schwierig - das muss man einfach selbst erlebt haben. Der Lichterzauber ist ein absolutes Muss für schöne Sommer- oder Urlaubstage!

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